Das besondere elektronische Anwaltspostfach

AKTUELL: Elektronisches Anwaltspostfach geht an den Start

Das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA) kommt! Es wird 

                                                      ab dem 29. September 2016

für alle Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte bereit stehen. Alle Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte werden dann auf ihr elektronisches Postfach zugreifen können. Die BRAK hatte den ursprünglich zum 1. Januar 2016 geplanten Starttermin aus technischen Gründen verschieben müssen.

Der Präsident der BRAK, Rechtsanwalt Ekkehart Schäfer: „Damit werden ab dem 29. September 2016 165.000 Berufsträgerinnen und Berufsträger und ihre ca. 300.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit haben, über ein höchsten Sicherheitsanforderungen genügendes System am elektronischen Rechtsverkehr teilzunehmen und ihn langfristig gemeinsam mit Bund und Ländern fortzuentwickeln.“ Schäfer betont die Vorreiterrolle der deutschen Anwaltschaft bei der Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs in der Justiz. „Schriftsätze auf Papier werden bald der Vergangenheit angehören.“, so der Präsident der Bundesrechtanwaltskammer.

Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, die bislang noch nicht die für die Nutzung des Postfachs erforderliche spezielle Sicherheitskarte – die beA-Karte Basis – bestellt haben, sollten dies jetzt tun. Alle bis drei Monate vor dem beA-Start bestellten beA-Karten werden spätestens bis zum 29. September 2016 ausgeliefert. Auch danach bleiben Bestellungen dauerhaft möglich. Die Zertifizierungsstelle der Bundesnotarkammer ist bestrebt, spätere Bestellungen so schnell wie möglich zu bearbeiten.



HINWEIS FÜR SYNDIKUSRECHTSANWÄLTINNEN UND -RECHTSANWÄLTE:

Syndikusrechtsanwälte erhalten genauso wie niedergelassene Rechtsanwälte ein beA. Allerdings ist die Bestellung der dazugehörigen beA-Karten zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich.

Syndikusanwälte, die daneben ihre Zulassung als niedergelassener Rechtsanwalt behalten, erhalten für diese Tätigkeit ein beA und können für dieses bereits jetzt die beA-Karte bestellen.

Das heißt im Ergebnis, dass Syndikusrechtsanwälte, die zugleich über eine Zulassung als Rechtsanwalt verfügen, zwei besondere Anwaltspostfächer erhalten, über die sie jeweils tätigkeitsbezogen mit Kollegen, Gerichten und Rechtsanwaltskammern kommunizieren können. Im Bundesweiten Amtlichen Rechtsanwaltsverzeichnis erfolgt eine doppelte Eintragung: einmal als Syndikusrechtsanwalt und einmal als Rechtsanwalt, so dass ein Empfänger wissen wird, an wen er zuzustellen hat bzw. von wem er eine Zustellung erhalten hat.

Weitere Informationen zum beA:

Das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA) ist der Zugang der Anwaltschaft zum elektronischen Rechtsverkehr. Das Gesetz zur Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten verpflichtet die BRAK gem. § 31a BRAO, für jede Rechtsanwältin und jeden Rechtsanwalt ein besonderes elektronisches Anwaltspostfach (beA) einzurichten, über das zukünftig die elektronische Kommunikation von Anwälten abgewickelt wird. Zur Vertiefung des Themas finden Sie nachfolgend einen Link sowie Dokumente.

Hier geht es zur offiziellen beA-Seite der BRAK.

 

AGH Berlin in Sachen beA - Ein Vergleich und ein Widerruf
(Stand: 07.04.2016)
Wer darf was beim beA? Die Rechteverwaltung
(Stand: 07.04.2016)
Die Tür zum Postfach - Erstregistrierung am beA
(Stand: 15.02.2016)
beA muss man, soll man oder kann man? Zur Nutzungspflicht des beA
(Stand: 03.02.2016)
Starttermin verschoben
(Stand: 15.12.2015)
"beA in 45 Minuten"
Informationsveranstaltung vom 06.11.2015
Die beA-Karte - Fragen, Fragen...und Antworten!
(Stand: 15.10.2015)
Broschüre: beA kommt
(Stand: 17.08.2015)
Wie bekomme ich mein beA?
(Stand: 03.08.2015)
beA sicher - Die Sicherheitsarchitektur des beA
(Stand: 03.08.2015)
Wie funktioniert das beA?
(Stand: 03.06.2015)
Technische Voraussetzungen für den Einsatz des beA
(Stand: 15.03.2015)
BRAK-Flyer zum beA